Jana Zaugg
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Von tierischen Menschen und menschlichen Tieren

In meinem Masterprojekt erzähle ich von der Beziehung zwischen Mensch und Tier, und von der Welt, die wir miteinander teilen. Text und Bild werden dabei eng verknüpft. Themen meiner Texte sind persönliche Erinnerungen und die Frage, warum Mensch- Tier-Verbindungen so faszinierend sind. Ich schreibe von der Liebe für und vom Leiden der Geschöpfe, die irgendwo zwischen Mensch und Objekt eingeordnet werden; davon, was Hybride und Chimären mit all dem zu tun haben, von der Herausforderung, als sterbliche Wesen in einer sterblichen Welt zu leben. Letztendlich komme ich zu der Frage, was es bedeutet, menschlich zu sein. Es geht darum, wie es möglich ist, ohne Unschuld miteinander zu leben und zu sterben, und somit auch um einen realistischen Umgang mit ethischen Fragen. Die Bilder, die ich dazu zeichne, zeigen melancholische Aquarelle, leere Denkräume, Symbole menschlich-tierischer Verbindungen und Gegensätze, Chimären und Chthonische. Um Donna Haraway zu zitieren: «Eine gemeinsame, bewohnbare Welt muss Stück für Stück zusammengesetzt werden oder es wird sie nicht geben.» 1

(1) Donna J. Haraway, Unruhig bleiben: Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän, Campus Verlag, Frankfurt & New York 2018, S. 61.

Kurzbio

Jana Zaugg, geboren 1993, lebt in Muttenz, studiert Kunst in Emmenbrücke, arbeitet im Verkauf und mag Tiere.